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Schopenhauers Kosmos

 

 Intelligenzen.

1) Skala der Hierarchie der Intelligenzen.

Die richtigste Skala zur Abmessung der Hierarchie der Intelligenzen liefert der Grad, in welchem sie die Dinge bloß individuell, oder aber mehr und mehr allgemein auffassen. Das Tier erkennt nur das Einzelne als solches, bleibt also ganz in der Auffassung des Individuellen befangen. Jeder Mensch aber fasst das Individuelle in Begriffe zusammen, und diese werden immer allgemeiner, je höher seine Intelligenz steht. Dringt nun die Auffassung des Allgemeinen auch in die intuitive Erkenntnis und erfasst das Angeschaute unmittelbar als ein Allgemeines; so entsteht die Erkenntnis der (Platonischen) Ideen. Diese ist ästhetisch, wird, wenn selbsttätig, genial und erreicht den höchsten Grad, wenn sie philosophisch wird, indem alsdann das Ganze des Lebens und der Welt in seiner wahren Beschaffenheit intuitiv aufgefasst wird. Es ist der höchste Grad der Besonnenheit. Zwischen diesem und der bloß tierischen Erkenntnis liegen unzählige Grade, die sich durch das immer allgemeiner Werden der Auffassung unterscheiden. (P. II, 78.)

2) Unterschied der Intelligenzen in der Qualität und Schnelligkeit des Denkens.

(S. unter Denken: Qualität und Schnelligkeit des Denkens.)